Kinetica Art Fair

    

Wir sind nun seit einer Woche wieder aus London zurück und haben langsam auch die ganzen Eindrücke verarbeitet. Wenn man ein Dorf wie München gewohnt ist, überfordern Großstädte einen ja noch regelmäßig. Besonders wenn man auf der Kunstmesse Kinetica Art Fair wandelt, ist die Aufnahmefähigkeit des Gehirns schnell an ihren Grenzen. Über 50 Aussteller haben für das vierte Jahr der Messe wieder beeindruckende Kunstwerke in den Bereichen Robotik, Sound, Licht und Kinetik ausgetüftelt.


Da gab es einiges zu bestaunen: Gruselige, fortschreitende Pferdefüße mit menschlichen Totenköpfen von Tim Lewis, fluoreszierende Fäden, quer aufgespannt durch den Raum wie Laser und Twitter-Lampen, die blinken, sobald irgendwer irgendwas über bestimmte Namen im Web postet – Obama und Justin Bieber lagen klar vorne. Besonders die interaktiven Werke luden zum Spielen ein. Einfach, aber faszinierend war zum Beispiel der roboterartige Wassereinschenker, um den sich regelmäßig ein Pulk versammelte, um einen Schluck zu ergattern. Und Marc konnte sich die „LSD-Maschine“ LUCIA Nr.3 zweier deutscher in Innsbruck lebender Therapeuten natürlich nicht entgehen lassen: Darin sitzt man mit geschlossenen Augen im Dunkeln, hört ggf. Musik über Kopfhörer und lässt seine Augen von in bestimmten Intervallen flackerndem Licht penetrieren, bis man irgendwann eine psychedelische Optik erreicht. "Beeindruckend, aber anstrengend", so sein Fazit. Workshops, Diskussionen und Performances runden das Programm ab. Wenn das Buch zur Messe endlich da ist (ist dieses Jahr wegen der Wetterlage und der Transportwege leider nicht pünktlich fertig geworden), informieren werden wir euch noch genauer über die Künstler informieren. Bis dahin, klare Ansage: Wenn ihr nächstes Jahr im Februar in London sein solltet, lasst euch die Kinetic Art Fair nicht entgehen.







Fotos: Marc Zimmermann

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