"Folk-Step" oder sowas von Alt-J

Mercury-Prize-Favoriten sollte man ja generell immer ein Ohr schenken, beim britischen Indie-Quartett Alt-J sei dies unbedingt angeraten. Ihr Debüt „An Awesome Wave“ brilliert mit versteckten Hits, die an Ideenvielfalt kaum zu übertreffen sind und trotzdem als reduziert beschrieben werden können. Mit Shoegaze oder Post-Punk hat das zwar gar nichts zu tun, aber da machen wir mal eine Ausnahme vom festgefahrenen Blog-Denken.

Vor allem wenn sich im „Folk-Step“, so der Vorschlag im Pressetext und eine bessere Bezeichnung fällt mir auch nicht ein, die schönsten Melodien mit Hip- und Trip-Hop-Rhythmen so wunderbar leichtfüßig ergänzen. Irgendwie stell ich mir dazu immer Micky Mouse vor, der durch eine Drogenverseuchte Party von Breaking Bads Jessie tanzt. Da passt Matilda von „Leon der Profi“, die auch besungen wird, doch wunderbar zu. Und dann wächst das auch noch mit jedem Hören, was der Grund ist, warum wir (okay, ich!) erst jetzt kapiert haben, dass das hier unbedingt noch abgefeiert werden muss.

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